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"Mit Respekt und Toleranz für die Heimat" | Bozen, 28.11.2009, 28.11.2009
Das Forum Heimat in der Südtiroler Volkspartei hat am Donnerstag seine Zielsetzungen vorgestellt. Auf der neuen Homepage www.forum-heimat.org können Interessierte die Arbeit des Forums mitverfolgen und sich an TED-Umfragen zu Heimat-Themen beteiligen.
Die Festigung der Tiroler Identität in allen Bereichen, der Ausbau der Autonomie bis hin zur Vollautonomie, das Recht auf den Gebrauch der Muttersprache, die Stärkung der Europaregion Tirol und eine einheitliche Tiroler Symbolik sind nur einige der Themen, denen sich das Forum Heimat widmet. Unter dem Vorsitz von Andreas Varesco und Jürgen Rella engagiert sich eine Gruppe von SVP-Mitgliedern für die Heimatpolitik. „Der Schutz der deutschen und ladinischen Volksgruppe in Südtirol sowie die Stärkung der christlich-sozialen Wertegemeinschaft liegen uns besonders am Herzen“, unterstrich Andreas Varesco bei der Pressekonferenz am SVP-Sitz in Bozen.
„Wir verstehen uns als Diskussionsplattform für heimatpolitische Themen“, so Forum-Sprecher Varesco. „Wir stehen weder rechts noch links. Wir sind nicht nationalistisch, radikal oder antiitalienisch“, betonte Varesco. „Respekt und Toleranz sind uns sehr wichtig.“ Vor allem junge Menschen hätten verstärkt ein Bedürfnis nach Heimat, Werten und Identität. Um diese Bereiche will sich das Forum Heimat verantwortungsvoll kümmern. „Es geht um mehr als um den ethnopolitischen Aspekt: Es geht darum, den Menschen zu ermöglichen, sich in diesem Land beheimatet zu fühlen, aber auch um den sozialen Aspekt, um das Thema des Angenommenseins“, so Varesco im Namen des Forums.
„Es geht uns einzig und allein um eine positive Auseinandersetzung mit unserer Heimat. Da wir keine Mandatare und deshalb auch nicht auf Wählerstimmen angewiesen sind, wird man sich von uns keine populistischen Töne erwarten können“, erklärte der Sprecher. Es zähle allein die Sache, wobei dem Forum eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit den vielfältigen Bereichen innerhalb des Begriffs Heimat ein besonderes Anliegen ist.
Das Forum Heimat ist im neuen SVP-Statut verankert und soll demnächst formal als beratender Ausschuss eingerichtet werden. „Wir sind aber weder ein Flügel noch eine Organisation in der SVP“, unterstrich Varesco. Sehr wohl gedenke man aber, sich und seine Meinung in den verschiedenen Parteigremien aktiv einzubringen und sich zu ethnopolitisch brisanten Fragen zu äußern.
Bei der Pressekonferenz am Donnerstag unterstrich SVP-Obmannstellvertreterin Martha Stocker, selbst Mitglied des Forum Heimat, die Wichtigkeit dieser Plattform innerhalb der Südtiroler Volkspartei. Stocker zeigte sich überzeugt davon, dass die Regionen in Europa eine immer stärkere Rolle spielen werden und wünschte sich vom Forum, möglichst vielen Menschen den Wert der Heimat näher zu bringen.
Einen Dank an das Forum richtete auch Landessekretär Philipp Achammer, der erklärte, dass die Initiative von der Partei sehr begrüßt werde. Er forderte das Forum auf, den Blick auf die Zukunft zu fokussieren und an der Europaregion Tirol aktiv mitzubauen.
Der ehemalige Kulturlandesrat Bruno Hosp ist auch Mitglied des Forums und hat dieses von Anfang an unterstützt. Hosp appellierte an die junge Gruppe, das Thema Volkstumspolitik nicht den Oppositionsparteien zu überlassen und Verantwortung für Südtirol zu übernehmen.

